Holzarten für Außendielen

Aussendielen

Schon einige Male haben wir betont, wie sehr Aufbau und Aussehen des Bodens von der Art des Holzes abhängt. Welche Holzarten stehen also zur Auswahl und wie unterscheiden sie sich? Wichtige Kriterien für die Auswahl eines Holzes sind neben den optischen und preislichen Unterschieden, wie bei Parkett oder Laminat auch. Weitere Informationen uz Laminat finden sie auf www.werkzeug-und-heimwerken.de. Bei Außendielen sind es Faktoren wie das Quell- und Schwundverhalten (je weniger das Holz "arbeitet", desto besser), der Eigenfettanteil (ein hoher Eigenfettanteil verringert die Sprödigkeit des Holzes und so seine Neigung zu unangenehmen Splittern) sowie natürlich die Dauerhaftigkeit (genormt nach EN 350/2) - bei letzterem ist die Klasse 1 am dauerhaftesten. Für alle Hölzer wird ein schützender Anstrich vor und nach der Verlegung empfohlen, um die Haltbarkeit noch zu unterstützen. Bei den besonders harten Hölzern müssen außerdem Schrauben und Nägel vorgebohrt werden. Die Hölzer, die zumeist für Außendielen gebraucht werden, sind im Folgenden mit einer kurzen Beschreibung aufgelistet:

  • Kiefer druckimprägniert: Ein europäisches Holz, das mit der beschriebenen Kesseldruckimprägnierung haltbar gemacht wurde. Von mittlerer Härte wird es am besten ohne direkten Kontakt zum Erdboden verbaut, ist dann aber durchaus haltbar. Kiefernholz arbeitet mäßig stark und neigt zur Rissigkeit. Bedingt durch die Imprägnierung kann neben Harz auch Imprägniersalz austreten. Obwohl von eher unspektakulärer Farbe, ist druckimprägnierte Kiefer das wohl am meisten verwendete Holz in deutschen Gärten - neben Außendielen auch Zäune, Pavillions und Pergolen.
  • Douglasie: Ebenfalls ein heimischer Baum und in seinen Eigenschaften der imprägnierten Kiefer ähnlich, nur etwas härter und etwas weniger starkes Quellverhalten sind zu erwähnen. Im Gegensatz zur Kiefer aber zeigt sich das Holz der Douglasie in einem ansprechenden, rötlichen Ton, der vielen Leuten auf Anhieb gefällt.
  • Lärche: Ihre Eigenschaften gleichen der Douglasie. Die Lärche wird vor allem in Sibirien und in Alpenregionen geschlagen. Lärchenholz ist ebenfalls nur dezent gefärbt, ein helles, leichtes Gelb mit rötlichem Stich.
  • Toulon Liege Summergrass

    Toulon Liege Summergrass

  • Thermohölzer: Diese Hölzer werden temperaturbehandelt und dadurch leichter, stabiler und dauerhafter (Klassen 2 bis 3), aber auch spröder und neigen eher zum Splittern. Thermohölzer werden zumeist aus Kiefer, Esche oder Buche hergestellt und arbeiten und quellen kaum noch - außerdem tritt kein Harz mehr aus und die Haltbarkeit ist auch durch direkten Erdkontakt nicht beeinträchtigt.
  • Eiche: Das nicht nur sprichwörtlich harte Eichenholz ist dauerhafter als alle bisher genannten Hölzer und quillt/schwindet und arbeitet nur noch wenig. Eiche ist das härteste europäische Holz und sehr gut haltbar. Die Farbe des Holzes hängt von der Eichenart ab (etwa Rot- oder Weißeichen) und einige Arten dunkeln nach - fragen Sie den Händler danach. In den ersten Monaten nach der Verlegung können dunkle Inhaltsstoffe aus dem Eichenholz austreten, Vorsicht ist also bei Verwendung als Balkonboden geboten: Die Fassade könnte durch abfließendes Wasser verschmutzt werden!
  • Mukulungu: Das afrikanische Mukulunguholz übertrifft Eiche in seiner Härte (Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2) sehr und verzieht sich ebenfalls wenig, quillt und schwindet aber stark. Nur selten treten Inhaltsstoffe aus, trotzdem ist dies nicht ausgeschlossen.
  • Bangkirai: Dieses Holz ist eines der bekanntesten exotischen Hölzer. Importiert aus Südostasien ist es in seiner Härte und Dauerhaftigkeit Mukulungu und Massaranduba ebenbürtig. Bangkiraiholz arbeitet und quillt/schwindet sehr stark und häufig werden braune Inhaltsstoffe ausgewaschen. Es ist daher für Balkone nicht zu empfehlen. Bangkirai wirkt durch seinen dunklen Farbton sehr edel, ist aber in letzter Zeit in guter Qualität nur noch selten zu bekommen. Bangkirai ist stark von Pinholes durchsetzt (siehe unter " Aussehen von Außendielen").
  • Teak: Ein weiteres gut bekanntes Holz. Obwohl es weniger hart ist als andere Tropenhölzer ist es auch sehr widerstandsfähig und zeichnet sich dadurch aus, das es nur mäßig quillt, sich kaum verzieht und nicht zu Rissigkeit neigt. Es sind keine austretenden Inhaltsstoffe bekannt. Teakholz hat eine gelbe bis dunkelbraune Farbe, die von dunkelbraunen bis schwarzen Streifen durchzogen wird. Ein besonders schönes Holz.
  • Bambus: Die Eigenschaften des Bambus gleichen denen von Teakholz, wobei Bambus noch etwas härter ist. Bambus wird bisher eher selten angeboten und die Erfahrungen vieler Handwerker mir diesem Holz sind gering - ganz zu schweigen von den meisten Heimwerkern. Bambus ist eher sprödes Holz.
  • Massaranduba: Das aus Südamerika stammende Massarandubaholz ist auch sehr hart und dauerhaft, arbeitet und quillt aber stärker als etwa das gleich harte Teak. Da es häufig rötlich auswäscht, ist es wie Bangkirai nicht für Balkonböden geeignet. Selten treten bei diesem Holz auch Pinholes auf. Massaranduba ist sehr dunkles und rot bis rotbraunes Holz und sieht daher auch sehr edel aus.
  • Garapa/Molaris: Heller als Massaranduba- und Bangkiraiholz, ist Garapa- oder auch Molarisholz ebenfalls ein sehr beliebtes Hartholz und in vielen Baumärkten erhältlich. Die Eigenschaften von Garapaholz hinsichtlich Quell- und Schwindverhalten sind befriedigend - außerdem vergraut es recht schnell. Wenn Sie helleres Holz als Bangkirai suchen, das aber auch bessere Eigenschaften haben sollte als Garapa/Molaris, empfehlen wir Ihnen Cumaru.
  • Cumaru: Wie oben beschrieben ist Cumaru ein dauerhaftes und widerstandsfähiges Hartholz, welches Bangkirai ähnelt, aber heller und nicht von Pinholes betroffen ist. Selten können auch aus Cumaruholz Inhaltsstoffe ausgewaschen werden. Sehr zu empfehlen, wenn Ihnen Bangkirai zu dunkel ist.
  • Verschiedene Kunsthölzer: Zusätzlich zu rein natürlichen Hölzern kommen auch zunehmend Außendielen aus Kunststoffen und Holzanteilen oder Naturfasern auf den Markt. Hier ist eine genaue Beschreibung nicht möglich und man muss sich an den Händler wenden, um genaueres über die vielfältigen Arten von Kunsthölzern zu erfahren. Ein Vorteil dieser neuen Holzterrassen sind die Möglichkeiten in der Farb- und Musterauswahl, da auch ungewöhnlichere Optik wie Marmor- oder Granitimitationen erhältlich sind.